07.03.2026
Wahnsinn mit Methode –
Theaterkurs begeistert mit „Die Physiker“
(hens) Der 13. Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums brachte das berühmte Stück von Friedrich Dürrenmatt auf die Bühne und regte zum Nachdenken über Verantwortung in der Wissenschaft an Wahnsinn oder genialer Plan? Diese Frage stand im Mittelpunkt der diesjährigen Theateraufführung des 13. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums. Mit dem Stück „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt brachte der Theaterkurs des Berufsbildungszentrums Bad Oldesloe am 06. und 07. März 2026 ein ebenso spannendes, wie nachdenklich stimmendes Stück auf die Bühne. Die Handlung spielte in einer privaten Heilanstalt, in der sich drei Physiker als psychisch krank ausgaben. Einer glaubte, von Isaac Newton inspiriert zu werden, ein anderer von Albert Einstein. Der dritte, Johann Wilhelm Möbius, behauptete sogar, Erscheinungen von König Salomo zu haben. Doch als mehrere mysteriöse Todesfälle geschahen, wurde klar: Hinter dem scheinbaren Irrsinn verbirgt sich ein gefährliches Geheimnis.
Unter der Leitung von Christian Kumpf (Lehrkraft) und Iris Klostermann (Lehrkraft) arbeiteten die Schülerinnen und Schüler des Theaterkurses zuvor intensiv an der Inszenierung – von der Rollenarbeit über das Bühnenbild bis zur Interpretation der Figuren. Silja Kock spielte in dem Stück u.a. Mathilde von Zahnd und lobte die Zusammenarbeit: „Wir waren uns im Kurs von Anfang an einig, dass wir „Die Physiker“ spielen wollen und konnten viele eigene Ideen mit einbringen“, berichtete sie und ergänzte mit einem Lächeln: „Nur das Textlernen war manchmal herausfordernd.“ Als besonders unterstützend empfand sie die theaterpraktischen Übungen zu Beginn des Kurses sowie ein Probenwochenende in Malente im Januar.
Der Einsatz zahlte sich aus: An beiden Aufführungsabenden wurde das Ensemble mit großem Applaus belohnt. „Das Stück hatte einen Spannungsbogen mit unerwartetem Ausgang“, so Zuschauerin Anne Ebersbach nach der Premiere. Auch Lehrkraft Anja Siebenbrodt war begeistert: "Für mich hatte das Stück alles: Spannung, Witz und philosophische Tiefe. Der Theaterkurs hat das mit Esprit und großer Spielfreude umgesetzt.“ Detlef Krohn (Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums) zeigte sich ebenfalls beeindruckt von der Leistung des Kurses – gerade mit Blick auf die bevorstehenden Abiturprüfungen: „Wenn sich Schülerinnen und Schüler so kurz vor den Prüfungen die Zeit zu nehmen, um Texte zu lernen und zu proben, kann man nur den Hut ziehen! Eine tolle Vorstellung und ganz großes Theater.“ Celina Marsoner spielte Missionar Oskar Rose. Sie wirkte nach der Vorstellung erleichtert und strahlte: „Bei den Proben dachten wir, dass die Aufführung noch ewig hin wäre und nun ist schon alles vorbei.“ „Eigentlich schade“, ergänzte Silja, welche vom Zusammenhalt des Kurses an den beiden Spieltagen beeindruckt war und sich freut, dass auch über den Theaterkurs hinaus, Freundschaften entstanden sind.
Mit ihrer Inszenierung gelang dem Theaterkurs nicht nur ein unterhaltsamer Abend, sondern auch ein Denkanstoß: Wie verantwortungsvoll gehen wir mit wissenschaftlichen Erkenntnissen um, die unsere Welt verändern können? Vielen Dank an den Theaterkurs des 13. Jahrgangs!
Wahnsinnig überzeugend! Möbius (gespielt von Evangeline Jung, vorne im Bild) vertreibt Familie
Nervenkitzel – Hinter dem scheinbaren Irrsinn verbirgt sich ein gefährliches Geheimnis
Mysteriöse Todesfälle – Nelson Jandt ermittelt in der Rolle des Richard Voß (rechts im Bild)
