26.06.2026
(kuhl) Mit einer ebenso einfachen wie kräftezehrenden Aufgabe begann das Ackerprojekt der Schülerinnen und Schüler der E24t: Bevor die ersten Samen in die Erde gebracht werden konnten, musste die zuvor vermessene Fläche vorbereitet werden. Gemeinsam entfernten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher die Grasnarbe, legten Beete an und schufen die Grundlage für ihren eigenen Schulgarten.


Dabei waren Teamarbeit, Ausdauer und handwerkliches Geschick gefragt. Zum Schutz der späteren Ernte vor Wildtieren errichteten sie zudem einen Zaun. Entlang des Zauns soll in den kommenden Jahren eine Benjeshecke entstehen, die nicht nur als natürlicher Sicht- und Windschutz dient, sondern auch einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten bietet.
Vera Krömer unterstützte als erfahrenen Ackercoachin der FachschulAckerdemie das Projekt der Klasse von Beginn an. Gemeinsam bereiteten sie Beete vor und säten und pflanzten Kräuter und Gemüse. Der Acker umfasst sieben Beete mit einer beeindruckenden Vielfalt an Kulturen. Neben Zwiebeln, Möhren, Radieschen und Schwarzwurzeln wachsen dort unter anderem Frühlingszwiebeln, Kresse, Rauke sowie verschiedene Buschbohnensorten. Ergänzt wird das Sortiment durch Sojabohnen, Zuckermais, Gurken, Tomaten, Zucchini, Kartoffeln, Mairüben, Chinakohl, Rote Bete, Kohlrabi, Palmkohl und Mangold. Damit bietet der Acker einen anschaulichen Einblick in die Vielfalt heimischer Gemüsearten.
Inzwischen ist das Projekt fester Bestandteil des Schulalltags. Regelmäßig kümmern sich die Schülerinnen und Schüler um die Pflege der Beete: Unkraut wird entfernt, der Boden aufgelockert und bei Bedarf bewässert. Die ersten Erfolge sind bereits sicht- und schmeckbar, denn ein Teil der Ernte haben sie bereits eingebracht. Dabei wächst nicht nur das Gemüse, sondern auch das Verständnis für natürliche Kreisläufe, nachhaltiges Handeln und die Bedeutung gemeinschaftlicher Arbeit.
Doch weshalb beschäftigt sich eine Fachschule für Sozialpädagogik mit Ackerbau? Die Antwort liegt in der praktischen Erfahrung: Wer selbst erlebt hat, wie aus einem Samen eine Pflanze entsteht, wie Geduld und Verantwortung zum Erfolg führen und wie gemeinsames Handeln sichtbare Ergebnisse hervorbringt, kann diese Erfahrungen später authentisch an Kinder weitergeben. Naturpädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung und erlebnisorientiertes Lernen gehören heute zu den zentralen Bausteinen frühkindlicher Bildung. Das Ackerprojekt bietet den angehenden Erzieherinnen und Erziehern daher wertvolle Erfahrungen für ihre spätere pädagogische Arbeit.
Das Projekt wurde durch Zuwendung aus Mitteln der Lotterie „BINGO!“ ermöglicht, die damit einen wichtigen Beitrag zur praxisnahen Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern leistet.
Herzlichen Dank!


