Leitgedanke:
Das BBZ Bad Oldesloe versteht Künstliche Intelligenz als Werkzeug, das Lernen und berufliche Handlungsfähigkeit unterstützen kann. Kritisches Denken, Eigenverantwortung und fachliche Genauigkeit bleiben zentrale Bildungsziele. KI ersetzt weder pädagogische Beziehungen noch eigenes Urteilen.
Unsere Haltung:
Wir fördern den reflektierten und kritischen Umgang mit KI als Teil moderner Berufskompetenz. Ziel ist weder unkritischer Einsatz noch generelles Verbot, sondern kompetente, verantwortungsvolle Nutzung.
KI bietet Chancen für kreatives, kollaboratives und problemlösendes Lernen – wenn sie bewusst eingesetzt wird.
1. Grundregel
KI-Nutzung ist erlaubt, wenn:
- die Lehrkraft sie zulässt
- sie transparent dokumentiert wird
- keine sensiblen Daten verarbeitet werden
- eine eigenständige fachliche Leistung erkennbar bleibt
2. Erlaubte Nutzung:
KI kann unterstützen bei:
- Ideenfindung und Strukturierung
- sprachlicher Überarbeitung eigener Texte
- Erklärung fachlicher Zusammenhänge
- Erstellen von Übungsaufgaben und Lernplänen
- kritischer Gegenprüfung eigener Lösungen
- Barrierefreiheit und Inklusion
- Simulation beruflicher Situationen
- kreativen Projekten in Kunst, Musik, Medien und Technik Wichtig: KI ist Hilfsmittel, nicht Ersatz für eigenes Denken Unsicher? Schau dir den blauen Kasten unten an!
3. Nicht erlaubt
- Abgabe KI-generierter Inhalte als eigene Leistung ohne Kennzeichnung
- KI-Nutzung trotz ausdrücklichen Verbots der Lehrkraft
- Eingabe personenbezogener oder sensibler Daten
- Täuschungsversuche oder Umgehung von Prüfungsbedingungen
- diskriminierende, beleidigende oder rechtswidrige Inhalte
4. Kritisch bleiben!
KI-Systeme können Fehler machen, veraltete Informationen liefern oder „halluzinieren". Deshalb gilt:
- KI-Antworten immer fachlich überprüfen ✓
- Quellen kritisch hinterfragen ✓
- Eigenes Urteilsvermögen einsetzen ✓
- Bei Unsicherheit Lehrkräfte fragen ✓
KI darf unterstützen, nicht das Denken ersetzen.
5. Transparenz ist Pflicht
Bei jeder relevanten schulischen Leistung muss KI-Nutzung dokumentiert werden.
Beispielformulierung: „Ich habe KI genutzt zur Ideenfindung / Strukturierung / sprachlichen Überarbeitung. Die fachliche Prüfung und Endfassung erfolgten durch mich."
Die Erklärung über die Nutzung zum Ausdrucken findest du hier im grünen Kasten:
6. Datenschutz und sensible Daten
Keine personenbezogenen Daten in KI-Systeme eingeben! Das betrifft: Namen, Leistungsdaten, Gesundheitsdaten, Praktikumsinformationen, Betriebsgeheimnisse, Prüfungsinhalte.
7. Leistungsbewertung
- Lehrkräfte legen vor jedem Leistungsnachweis fest, ob und wie KI genutzt werden darf
- Bewertet werden: fachliche Richtigkeit, Begründungsfähigkeit, kritische Reflexion, Eigenleistung
- Mündliche Erläuterungen und Prozessdokumentationen gewinnen an Bedeutung
- Ein KI-Erkennungsprogramm allein ist kein Täuschungsnachweis.
8. Verantwortung der Beteiligten
- Schülerinnen und Schüler: Nutzen KI transparent, kritisch, datenschutzbewusst und entsprechend der Aufgabenstellung.
- Lehrkräfte: Formulieren klare Erwartungen und Bewertungskriterien, entscheiden didaktisch begründet über KI-Einsatz, fördern die 4Ks durch geeignete Aufgabenstellungen.
- Schulleitung: Sorgt für Fortbildung, Evaluation und kontinuierliche Weiterentwicklung der Richtlinie.
9. Urheberrecht, Quellen und Bildrechte
KI kann Inhalte erzeugen, die urheberrechtlich problematisch sind oder fremde Werke imitieren.
Deshalb gilt:
- KI-generierte Inhalte müssen auf rechtliche Verwendbarkeit geprüft werden
- Quellen, Bildmaterial und fremde Inhalte sind korrekt anzugeben
- Bei Bildgenerierung, Deepfakes und der Darstellung realer Personen gelten besondere Sorgfaltspflichten
- Im Zweifel: Lehrkraft fragen
10. Weiterentwicklung
Diese Richtlinie wird regelmäßig evaluiert und an neue Entwicklungen angepasst. Alle Beteiligten sind eingeladen, Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge einzubringen.
Stand: Mai 2026 | BBZ Bad Oldesloe



